Grillparty planen

Grill on, Baby – Die perfekte Grillparty organisieren

Sie werden vielleicht denken: Was gibt es bei einer Grillparty schon groß zu organisieren? Wenn Sie nur eben mal mit den Nachbarn spontan den Grill anschmeißen, ist das meistens wirklich nicht viel. Wenn Sie aber eine Grillparty planen, die einen etwas größeren Rahmen hat oder sie Besuch von auswärts erwarten, kann sich eine gründliche Organisation durchaus lohnen. Auch bei speziellen Aktionen, etwa wenn Sie ein Spanferkel grillen oder einen Geburtstag als Grillparty veranstalten wollen, zahlt sich eine frühzeitige Planung des Grillfests aus.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wo kann ich meine Grillparty organisieren?
  2. Zu Hause grillen
  3. Feste Grillplätze für die Grillfeier
  4. Flexibel grillen mit dem eigenen Grill
  5. Einen Termin für die Grillparty finden
  6. Gästeliste und Einladung zum Grillfest
  7. Essen für die Grillparty planen
  8. Der Einkaufszelten zum Grillfest planen
  9. Das Herzstück Ihrer Party: der Grill
  10. Der Rahmen für Ihre Grillparty

Wo kann ich meine Grillparty organisieren?

Es gibt viele Möglichkeiten, wo Sie eine Grillparty veranstalten können. Dazu gehören:

  • Ihr Garten oder Schrebergarten, soweit Sie einen besitzen
  • Ihre Terrasse oder der Balkon
  • ein öffentlicher Grillplatz
  • ein Vereinsheim oder Clubhaus mit Freiluftfläche
  • an einem See mit Grillplatz

Für alle Varianten unter freiem Himmel gilt: Legen Sie sich einen Plan B für schlechtes Wetter zurecht. Das kann zum Beispiel ein Pavillon sein. Haben Sie keinen eigenen, können Sie ihn für Ihre Grillparty einfach mieten. Damit Sie im Ernstfall nicht ohne Pavillon dastehen, sollten Sie diesen dann schon etwa 4 bis 6 Wochen vorher für Ihre Grillfeier reservieren. Alternativ können Sie die Party mit dem richtigen Grill auch einfach nach drinnen verlegen. Hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass genug Platz für alle Gäste ist.

Zu Hause grillen

Zu Hause können Sie Ihr Grillfest als Gartenparty planen oder den Grill auf Terrasse oder Balkon aufstellen. Das ist auch in Mietwohnungen und gemieteten Häusern erlaubt – solange es nicht anders im Mietvertrag festgelegt ist. Im Sinne der guten Nachbarschaft sollten Sie aber darauf achten, Ihre Nachbarn nicht einzuräuchern und deren Toleranz überzustrapazieren. Im Zweifel steigen Sie dafür einfach auf einen Lavastein-Grill oder einen Elektrogrill um. Diese verströmen keinen lästigen Rauch, sondern nur einen leckeren Grillduft.

Feste Grillplätze für die Grillfeier

Nicht nur der heimische Garten eignet sich dafür, eine Grillfeier zu organisieren. In einigen Parks, Wäldern oder auch an manchen Seen gibt es feste Grillplätze, an denen schon ein fest installierter Grill steht. Auch in Zoos, Tier- oder Freizeitparks gibt es mitunter einen Grillplatz mit bereits vorhandenem Grill. An einigen Stellen müssen Sie sich jedoch anmelden, wenn Sie eine Grillparty planen. An anderen können Sie einfach loslegen – müssen aber mit dem Risiko leben, dass der Platz vielleicht schon besetzt ist. Schauen Sie schon vor der Grillparty, ob an Ihrem Ort ein Grillrost vorhanden ist. Manchmal müssen Sie den nämlich mitbringen und in den vorhandenen Grill einhängen.

Flexibel grillen mit dem eigenen Grill

Schließlich können Sie auch den eigenen kleinen Kugelgrill oder einen Schwenkgrill unter den Arm klemmen und da grillen, wo Sie Lust haben. Handelt es sich um einen ausgewiesenen Grillplatz, bekommen Sie da keine Probleme. Anders sieht das allerdings bei öffentlichem Gelände aus, das nicht eindeutig als Grillplatz definiert ist. Damit es keinen Ärger gibt, sollten Sie schon vorher beim Ordnungsamt nachfragen, ob Sie am gewünschten Ort Ihre Grillparty abhalten dürfen. Hier haben die Städte und Gemeinden nämlich ihre eigenen, teils höchst unterschiedlichen, Regelungen.

Einen Termin für die Grillparty finden

Planen Sie eine größere Grillparty, ist ein gewisser Vorlauf nicht schlecht. Sie sollten den Termin dann so festlegen, dass Sie noch 4 bis 6 Wochen Zeit für die Organisation haben. Damit der Termin allen Gästen passt, gibt es heutzutage praktische Tools im Netz, mit denen Sie sich untereinander abstimmen können. Dazu gehören Google Doodle, Facebook-Gruppen oder -Veranstaltungen und WhatsApp-Gruppen.

Feiern Sie zu Hause, sollten Sie eine Woche vor dem festgelegten Termin auch die Nachbarn „vorwarnen“. Das können Sie entweder persönlich tun, mit einem kleinen Brief im Briefkasten oder mit einem Aushang im Treppenhaus. Das vermeidet Verstimmungen in der Nachbarschaft und Sie können ganz entspannt Ihre Grillparty genießen.

Gästeliste und Einladung zum Grillfest

Der Organisationsaufwand für Ihre Grillparty richtet sich wesentlich danach, wie viele Personen teilnehmen. Es ist schließlich ein Unterschied, ob Sie für 5 Personen oder für 50 Personen grillen. Bei einer sehr großen Grillparty lohnt es sich, vorab Einladungen zu verschicken und um eine Zu- oder Absage mit Anzahl der Personen zu bitten, damit Sie ungefähr wissen, wie viele Gäste Sie erwarten dürfen. Diese Einladungen können Sie ganz klassisch als Karte oder Brief verschicken. Schneller geht es jedoch auch hier mit Google, Facebook oder WhatsApp als Koordinationsinstrument.

Neben der Anzahl der Teilnehmer sollten Sie auch deren kulinarische Konventionen kennen. Wenn Sie Ihre Einkaufsliste für die Grillparty schreiben, sollten Sie nämlich wissen, ob Vegetarier, Veganer oder anderweitige Essensspezialisten dabei sind oder ob jemand unter Ihren Gästen eine Nahrungsmittelintoleranz oder -allergie hat. So können Sie das bei der Planung gleich mit einbeziehen. Es gibt schließlich für alle Bedürfnisse sehr leckere Grillrezepte.

Essen für die Grillparty planen

Die Herausforderung ist bei der Planung der Speisen nicht nur, alle Spezialwünsche unter einen Hut zu bekommen, sondern auch die Antwort auf Fragen wie: Welche Menge Salat pro Person brauche ich, ohne nach dem Grillfest viele Reste zu haben oder – noch schlimmer – zu früh vor leeren Schüsseln zu stehen? Wie viel Gramm Fleisch pro Person soll ich braten? Wie viele Würstchen pro Person sollte ich für die Grillparty einplanen?

Eine endgültige Antwort auf solche Fragen kann es nicht geben, da sie individuell von Ihren Gästen abhängt. Zur Orientierung haben wir für Sie hier jedoch einige Erfahrungswerte, wie viel Sie wovon in etwa rechnen müssen, wenn Ihre Gäste durchschnittliche Essgewohnheiten haben, zusammengetragen. Die Angaben gelten pro Person. Sie müssen sie dann nur noch für die Gästezahl Ihrer Grillparty hochrechnen:

  • Fleisch: 250 bis 350 g
  • Grillkäse: 1 Scheibe
  • Gemüse und Kartoffeln zum Grillen: 350 bis 400 g
  • Kartoffelsalat und Nudelsalat: ca. 250 g
  • frische Salate: ca. 150 g
  • Brot: ¼ Fladenbrot oder Baguette, 3 Brotscheiben oder 2 Brötchen
  • alkoholische Getränke: 1,5 l Bier und 0,5 l Wein
  • alkoholfreie Getränke: 1,5 l Wasser, Eistee, Schorle oder ähnliches

Haben Sie sehr viele Vegetarier oder Veganer unter Ihren Gästen, verschieben sich einige Zahlen natürlich. Möchten Sie diese nicht selbst ausrechnen, können Sie auch einen der zahlreichen Partyplaner oder Grillfleisch-Rechner im Netz verwenden. Reste und Übriggebliebenes können Sie entweder am nächsten Tag noch verwerten. Mit einem Steak-Sandwich sparen Sie sich beispielsweise das Kochen am Tag nach der Grillparty, noch rohes Fleisch können Sie einfach noch direkt am Grillabend einfrieren bis zum nächsten Mal.

Der Einkaufszelten zum Grillfest planen

Haben Sie alles ausgerechnet, müssen Sie nur noch die Einkaufsliste schreiben. Hier kommt eine kleine Checkliste für den Einkaufszettel Ihrer Grillparty:

  1. Grillgut
    • Steaks
    • Würstchen
    • Veggie-Würstchen
    • Grillkäse
    • Kartoffeln
    • Gemüse (z.B. Auberginen, Zucchini, Mais, Paprika, Pilze)
  2. Salate
    • Kartoffelsalat
    • gemischter Blattsalat
    • Nudelsalat
    • Reissalat
    • Schichtsalat
    • gemischter, bunter Salat
    • Couscous-Salat
  3. Beilagen und Grillsoßen
    • Brot oder Fladenbrot
    • Brötchen
    • Baguette
    • Grillsoßen (z. B. Knoblauchsoße, Barbecue-Soße, Steaksoße, …)
    • Kräuter- oder Knoblauchbutter
  4. Nachspeisen
    • Obst (Äpfel, Trauben, Pfirsiche, Nektarinen, Melone o. ä.)
    • Kuchen, Muffins oder Cupcakes
    • Waffeln
    • Kekse
    • Knabbereien
  5. Getränke
    • Wasser (still, medium, spritzig)
    • Säfte & Saftschorlen
    • Tee oder Eistee
    • Softdrinks & Limonaden
    • Bier
    • Wein

Haltbares können Sie schon eine Woche vorher besorgen und einlagern bis zum Tag der Grillparty. Alle frischen Sachen kaufen Sie am besten zwei Tage vor der Grillparty ein. So haben Sie am Tag vor dem Fest genug Zeit, alles vorzubereiten. Jetzt sollten Sie auch für die Party das Fleisch marinieren. Außerdem können Sie die ersten Salate zubereiten. Vor allem Kartoffelsalat, Nudelsalat und Reissalat lassen sich gut vorbereiten und schmecken noch besser, wenn sie eine Nacht durchgezogen sind. Frische Blattsalate und bunte Salate sollten Sie erst kurz vor der Grillparty machen, da sie sonst zusammenfallen. Stellen Sie verschiedene Dressings zu diesen Salaten am besten separate neben die Schüsseln. So können Ihre Gäste beliebig kombinieren. Das ist vor allem dann praktisch, wenn Sie unter Ihren Besuchern Menschen mit Unverträglichkeiten oder Allergien haben.

Das Herzstück Ihrer Party: der Grill

Das wichtigste für Ihre Grillparty ist natürlich der Grill selbst. Beim Aussuchen des Grills haben Sie die Qual der Wahl. Welcher soll es sein:

  • klassischer Holzkohlegrill
  • Gasgrill
  • Elektrogrill
  • Lavastein-Grill
  • Kugelgrill
  • Schwenkgrill
  • Barbecue-Grill
  • Smoke-Grill
  • Grillwagen

Welchen Grill Sie bevorzugen, hängt unter anderem von Ihren Vorlieben und den Gegebenheiten vor Ort ab. Steht der Grilltyp fest, können Sie im Zweifel gleich den Einkaufszettel um „Holzkohle“ erweitern. Haben Sie (noch) keinen eigenen Grill, Ihre Location bietet Ihnen aber auch keinen, können Sie entweder die Gelegenheit nutzen und sich einen neuen Grill kaufen. Oder aber Sie mieten sich ganz einfach den passenden Grill. Wollen Sie sich öfter ins Grillvergnügen stürzen, lohnt es sich, das Angebot der Markenhersteller zu sondieren. Vielleicht wird es dann ein Weber-Grill, ein Outdoorchef-Grill oder eine andere Premiummarke. Grillen Sie dagegen eher selten, tut es vielleicht auch ein No-Name-Grill – oder Sie leihen sich den Grill für Ihre Party einfach aus. Dasselbe gilt übrigens auch für einen Teil des Grillzubehörs wie etwa Grillzangen, Grillpfannen und ähnliches. Brauchen Sie es nur für diese eine Veranstaltung, ist Leihen deutlich günstiger als Kaufen.

Anderes Zubehör für Ihre Grillparty setzen Sie einfach auf den Einkaufszettel. Da wandern dann vielleicht drauf:

  • Grillschalen
  • Holzkohle und/ oder Briketts
  • Grillanzünder
  • Alufolie
  • Feuerzeug oder Streichhölzer
  • Müllsäcke
  • Servietten

Gerade diese berühmten Kleinigkeiten werden gerne vergessen. Schreiben Sie sie also unbedingt detailliert mit auf.

Der Rahmen für Ihre Grillparty

Sie wissen, wann und mit wem Sie feiern, was es zu essen geben wird und auf welchem Grill Sie es zubereiten werden? Jetzt fehlt nur noch der Rahmen für Ihr Grillfest. Was Sie dafür brauchen, richtet sich unter anderem nach der Zahl Ihrer Gäste. Grillen Sie für 25 Personen oder noch mehr, wird es nämlich schnell eng mit Geschirr, Besteck und Mobiliar.

Beim Geschirr können Sie natürlich auf Einweggeschirr wie Pappteller oder Plastikteller und Plastikbesteck zurückgreifen. Besonders umweltfreundlich ist das aber nicht und stilvoll wirkt es auch auf einer lockeren Grillparty nicht. Reicht der Vorrat in Ihrem heimischen Schrank jedoch nicht für alle Gäste aus, können Sie auch Geschirr und Besteck in beliebig vielen Garnituren mieten. So ist alles einheitlich – und Sie sparen sich hinterher viel Arbeit. Abspülen müssen Sie das gemietete Geschirr vom Alles klar! Verleih nämlich nicht. So schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Bei den Möbeln hängt es sehr davon ab, wo und wie Sie grillen wollen. Auf einem Grillplatz sind die Sitzgelegenheiten meist schon vorhanden oder Sie breiten einfach Picknickdecken und Sitzkissen aus.

Im heimischen Garten können Sie auch auf Gartenmöbel oder Bierzeltgarnituren zurückgreifen. Diese können Sie – genauso wie praktische Beistelltische – ebenfalls ausleihen, wenn Sie keine oder nicht genügend davon besitzen. Eine ungeplante Stehparty aufgrund zu weniger Sitzgelegenheiten wäre sehr ärgerlich.

Hier eine kleine Checkliste für Ihr Grillfest mit Dingen, die Sie vorab organisieren sollten:

Möchten Sie einige Dinge dieser Liste lieber ausleihen als kaufen, sollten Sie auch diese rechtzeitig reservieren. So sind zu Ihrem Partytermin auch ganz sicher alle Sachen in der benötigten Anzahl vorrätig.

Ob und wie Sie dekorieren, hängt vom Charakter Ihrer Grillparty ab. Möchten Sie Ihre Dekoration selbst machen, sollten Sie sich persönlich genug Vorlauf gönnen und die Deko bereits ein bis zwei Wochen vor der Party anfertigen. Alle Dinge, die Sie mieten wollen, reservieren Sie am besten ebenfalls schon 4 bis 6 Wochen vor dem Termin.

Auch wenn Sie die Musikanlage mieten und sich darum nicht mehr kümmern müssen, Musik brauchen Sie dennoch. Die Auswahl kann erfahrungsgemäß eine Weile dauern. Stellen Sie daher Ihre Playlist etwa ein bis zwei Wochen vor der Grillparty zusammen. So schaffen Sie eine angenehme, akustische Untermalung für Ihre Feier. Und die lohnt sich immer. Pavillons für draußen dagegen lohnen sich vor allem dann, wenn Sie Ihre Grillparty mit viel Vorlauf planen. Schon bei mehr als 3 Tagen wird die Wettervorhersage unzuverlässig. Wenn Sie mehrere Wochen im Voraus Ihr Grillfest planen, können Sie sich auf die Wetterfrösche also nicht verlassen. Mit einem oder mehreren Pavillons macht es auch nichts, wenn Petrus Ihnen einen kleinen Schauer schickt. Sie bleiben damit also auch bei nicht überdachten Locations bei der Grillparty relativ unabhängig vom Wetter und können entspannt feiern.